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Alltags-"Blog": Februar 2009

Alltag:
03. Februar 2009

Koptisch:
03. Februar 2009



Alltag

Dienstag, den 03. Februar 2009

Nachdem im Januar nicht allzu viele sensationellen Entdeckungen in der Papyrussammlung gemacht wurden, gab es einen kleinen Lichtblick im Februar: Mit P.Lips.Inv. 2360 tauchte eine Liste mit städtischen Bediensteten auf. Der Papyrus weist einige Namen auf, denen Amtsbezeichnungen folgen. Darunter findet sich sowohl ein ἀρχιγέρων (Chef einer Gerusia, eines Ältestenrats) als auch ein ἀνιμήτης (ein Bediensteter eines städtischen Bades, dessen Aufgabe es wahrscheinlich war, Wasser für die Badeanlage hinauf zu ziehen / zu schöpfen). Die erste Bezeichnung kommt bislang nur in Inschriften vor; die zweite Bezeichnung ist nur noch einmal in einem Papyrus zu finden, nämlich in SB X 10555, in welchem anscheinend sogar dieselbe Person diese Aufgabe übernimmt. Spannend!

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Koptisch

Im Wintersemester 2008/09 habe ich mit Koptisch angefangen. Der Unterricht findet im Ägyptologischen Institut der Universität Leipzig statt. Da es eine gewissen Menge an koptischen Papyri gibt (und davon haben wir auch eine gewisse Menge in der Papyrussammlung), dachte ich, daß es nicht schaden kann, darauf hin zu arbeiten, auch diese Schriftstücke eines Tages verstehen zu können. Diese Art "Blog" ist dazu da, in dieser Zeit meine Erfahrungen beim Koptisch-Lernen mitzuteilen.



Dienstag, 03. Februar 2009

Unsere letzte Koptisch-Stunde im Wintersemester 2008/09. Von 17 Leuten waren nur 6 anwesend. Die übrigen waren freigestellt, um für anstehende Prüfungen zu lernen.

Viel verpaßt werden die Kommilitonen nicht haben: Herr Richter führte uns - statt eine übliche Koptisch-Stunde zu unterrichten - in die durchaus interessante Sprachgeschichte des Koptischen ein, wie und warum sich Koptisch entwickelte und es das Demotische ablöste. Alles in allem ein interessantes Thema, zumal ich mich schon immer fragte, warum plötzlich das Koptische die Oberhand über das Demotische gewann. Zwar kann man über das Warum nur spekulieren, aber auch das ist es ab und an wert, damit man wenigstens eine Erklärung hat.

Ansonsten wird Koptisch immer interessanter, aber auch komplizierter. Mittlerweile haben wir die Nominalsätze gelernt und übersetzen nicht nur Übungszusammenstellungen, sondern unsere ersten "richtigen" koptischen Sätze, die aus entsprechend alten Werken stammen. So langsam sollte man also alle grammatikalischen Phänomene im Hinterkopf behalten, damit Sätze einem nicht wie Buchstabensalat vorkommen. Ein Glück, daß es dafür die Semesterferien nun gibt: Da kann man nochmal alles in aller Ruhe durchschauen und die bisher erworbenen Kenntnisse festigen.

Somit wird der Koptisch-Blog bis zum Ende der Semesterferien vorläufig ruhen. Allen eine ruhige Zeit bis dahin! Das neue Semester kommt bestimmt.

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